AMEDEO MODIGLIANI (1884-1920)

 

 
 

  MO03                              h.11,0 cm

 

 

 

 


Jeanne Hébuterne mit großem Strohhut (1918) Zwei Jahre vor seinem Tod malte Amedeo Modigliani das Porträt seiner Lebensgefährtin, der erst 21 jährigen Jeanne. Seit 1916 wohnt er mit dieser jungen Künstlerin mit ihrer auffallend weißen Haut und dem kastanienbraunen Haar zusammen. Das Porträt von Jeanne mit großem Strohhut gilt als eines der schönsten der sechzehn Porträts, die er von ihr gemalt hat. In seiner typischen, durch die byzantinische Kunst inspirierte Farbpalette malt er in geometrischen Formen eine sittsame, freundliche Jeanne. Er malte das Porträt im Jahr, als Jeanne schwanger war von ihrer gemeinsamen Tochter Giovanna. Zwei Jahre darauf war sie wieder schwanger, beging aber Selbstmord einen Tag, nachdem Amedeo gestorben war.


 

 MO04                               h. 10,5 cm

 

 

 

 

Lunia Czechowska (1919) Auf diesem Porträt von Lunia Czechowska, der Hausfreundin des Ehepaars Zborowski, fällt vor allem der lang gestreckte Hals auf. Modigliani war in Paris mit dem Dichter Zborowski, der sich später als Kunstsammler niederließ, befreundet. Er sorgte dafür, dass Amedeo einigermaßen für seinen Lebensunterhalt sorgen konnte und war für die Lebensgefährtin von Modigliani eine große Stütze. Jeanne, die bereits jung Mutter geworden war, führte ein sorgenvolles Leben mit einem kranken und alkoholsüchtigen Maler. Modigliani mag die freundliche und vernünftige Lunia Czechowska sehr. Er porträtiert sie regelmäßig. Das Porträt vereint die so typischen Erkennungszeichen seiner Arbeit: plastisch kompakt, vertikal geometrisch und meditativ maßvoll. Die Porträtierte wird bis auf das Wesentliche reduziert, von jeglicher überflüssigen Dekoration befreit.


MO05                                                     h. 15 cm

Kariatide (1913)

1912 schien die Bildhauerei ihm einen schweren Tribut abverlangt zu haben. Modigliani war völlig erschöpft von der schweren und staubigen Arbeit. Notgedrungen wandte er sich erneut der Malerei zu und wurde dabei von Chaïm Soutine, seinem neuen Nachbarn, inspiriert. Vor allem die Technik und strenge Linienführung dieses litauischen Impressionisten fanden seine Bewunderung. Mehrmals wählte Modigliani die Karyatide als Objekt. In der griechischen Architektur war dies ursprünglich ein Gebälkträger in der Form einer Frau gewesen, was illustriert, wie wichtig die Bildhauerei auch in seinen Gemälden blieb.

MO 09        14,5 CM

MO 10            11 CM

   
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