| HIËRONYMUS BOSCH (+1516) | |||
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DAS JÜNGSTE GERICHT Hieronymus Bosch warnt uns vor den Folgen eines sündhaften Lebens. Die gefallenen Engel auf dem linken Flügel des Tafelbildes läuten hier den Anfang vom Ende ein. Der Betrachter sieht die Schar einiger Auserkorener im Himmel, unter ihnen aber wimmelt der Rest der Nichtauserkorenen, die dann am Jüngsten Tag die schrecklichsten Folterungen über sich ergehen lassen müssen. Auf den geschlossenen Flügeln prangen der Heilige Jacob von Compostella und der Heilige Bavo. | ||
| KOPFFÜSSLER Auf dem Vordergrund dieses grauenhaften zentralen Flügels des Tafelbildes steht ein für Bosch charakteristisches Monstrum, das nur aus einem Kopf auf zwei Füßen besteht. Seine anatomische Unvollkommenheiten werden durch ein Kopftuch bedeckt. Der Meister spinnt hier auf die ihm so eigene Weise die klassische griechische Form weiter aus. Auch im Altertum war das Auslassen mehrer Körperteile für den Betrachter furchterregend. Das für unser Auge amüsante Monstrum wandelt scheinbar unbekümmert durch die blutige Schauderszene des Jüngsten Gerichts. |
![]() JB04 h 6,0 cm |
![]() JB10 h. 8,0 cm |
EI-MONSTRUM Inmitten dieser Unglückseligen, die auf verschiedene Weise aufgespießt, aufgeschlitzt, erwürgt oder sogar gebacken sind, schreitet das Monstrum gemütlich in dem durch einen Pfeil durchbohrten Ei in den Mittelflügel hinein. Es scheint, als ob das Monstrum völlig losgelöst von seiner Umgebung ist. Seine abscheuerregenden Artgenossen sind inzwischen unverdrossen weiterhin mit ihrem „Core business” beschäftigt: Die erbarmungslose letzte Bestrafung der Sünder auf eine wohl sehr erfinderische Art und Weise. |
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